Tag des Leidens

Als ich in den Tagen der Trennung den Tag des Leidens gezeigt bekam, stellte sich die Affirmation "Ich bin Opfer" mit ein.

Eines der stärksten Gefühle, die ich immer wieder in der Arbeit mit Klienten wahrnehmen konnte, war ein Ohnmachtsgefühl, die Sichtweise, einer Situation ausgeliefert zu sein.
Vielfach ruhten sich Klienten auch gerne in diesem Gefühl aus, suhlten sich darin, denn es war bequemer, als Verantwortung für das Mitschöpfertum zu übernehmen. Einige blieben auch weiterhin lieber Opfer, als in ihre Kraft zu gehen, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und sich für das einzusetzen, was ihrer innersten Überzeugung entspricht.
Sie begaben sich wieder in die alten, bekannten Muster, waren lieber Patient als Klient.
Das Wort Patient leitet sich übrigens aus dem Lateinischen ab und bedeutet "geduldig leidend"....
Aus dieser Opferhaltung entwickelt sich dann das notorische Jammern, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sich von dieser Aufmerksamkeit zu nähren, anstatt aus sich selbst, aus der eigenen Kraft und Essenz Nahrung zu beziehen.

Wer leidet, benötigt natürlich einen Täter, dem er/sie die "Schuld" in die Schuhe schieben kann. Das alte polarisierte Spiel. Mal ist es ein anderer Mensch, eine Situation, die Gesellschaft, oder gar der Teufel.

Das magische Wort und natürlich die damit verbundene Handlungsweise und Haltung ist - SELBSTVERANTWORTUNG.

Ein Stein, der uns lehrt, Selbstverantwortung zu übernehmen, weil er das Licht anschaltet, Erkenntnis freisetzt, ist der Heliodor aus der Familie der Berylle.

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